Boxer im Ring

Craft CMS: WordPress Konkurrent im Direktvergleich

Als Digitalagentur verfügen wir über vielen Jahren Erfahrung in der Entwicklung von WordPress basierten Internetseiten. WordPress ist ein Open-Source Content Management Systemeen (CMS) mit weltweit extrem hoher Verbreitung. Neben WordPress gibt es jedoch unzählig weitere CM Systeme auf dem Markt. Viele davon sind in die Jahre gekommen. Andere hingegen sind neu und basieren auf einem modernen und zeitgemäßen Tech Stack. Zu letzterem gehören Systeme wie Craft CMS welches im Jahre 2013 von der Agentur Pixel & Tonic in der ersten Version veröffentlicht wurde. Dieser Artikel soll diese beiden Systeme miteinander vergleichen und Ihnen bei der Auswahl des passenden Content Management Systems behilflich sein.

Installation der Web-Software

Wenn Sie einmal die berühmte 5-Minuten-Installation von WordPress durchführten, ist der einfache Installationsprozess der Craft Webanwendung nicht viel schwerer. Nach Download der Zip-Datei übertragen Sie die enthaltenen Dateien einfach auf den Web-Server. Nach Abschluss des Kopiervorgangs muss der so genannte „Document Root“ (Beschreibt den Verzeichnispfad auf den der Webserver verweiset) auf das /web/-Verzeichnis angepasst werden. Der „Document Root“ innerhalb eines WordPress Systems muss hingeegen auf das Hauptverzeichnis verweisen. Hierbei Punktet aus unserer Sicht Craft CMS. Durch das /web/-Verzeichnis kann wesentlich besser ausgesteuert werden, welche Dateien auf dem Webserver aufrufbar sein sollen. PHP Bibliotheken bzw. Komponenten gehören unserer Meinung nach nicht in das „Document Root“-Verzeichnis wie es bei WordPress der Fall ist.

Anschließend muss lediglich die Datenbank über den Webinstaller oder die .env-Datei eingetragen werden.

Im Gegensatz zu WordPress basiert Craft CMS in den neueren Versionen vollständig auf der Abhängigkeitsverwaltung Composer und ist damit gerade für Entwickler ein Segen.

Gewinner: Craft CMS. Die Installation benötigt zwar bei uns in etwa dieselbe Zeit und ist in beiden Fällen recht einfach. Aufgrund des Systemaufbaus von Craft CMS und der Tatsache, dass auf Composer gesetzt wird ist aus unserer Sicht ein klarer Pluspunkt.

Bedienung der Content-Systeme

Praktische Features, die Nutzer bei der Verwendung von Craft rasch registrieren, sind die in den Kern integrierten Sicherheitstools. Damit reagiert der Entwickler des Systems auf den Prozess, den WordPress durch die massive Verbreitung von Plugins auslöste. Craft bietet Nutzern daher die Möglichkeit, Datenbänke und Inhalte zu sichern. Außerdem lassen sich Daten sehr einfach suchen und ersetzen. Sämtliche Funktionen befinden sich in auf der Einstellungsseite des Content-Management-Systems. Dort finden Sie auch die Kontaktdaten des Supports, der via E-Mail erreichbar ist.

WordPress bietet Ihnen ähnliche Sicherheitsfunktionen. Sie müssen aber das richtige Plugin installieren, das dem System die benötigten Funktionalitäten hinzufügt. Craft besitzt viele Funktionen, die die Plugins bringen, von vornherein. Somit sparen Sie Zeit, weil der temporäre Aufwand für die Installation von Plugins entfällt. In einem weiteren Bereich scheint das CMS ebenfalls sehr flexibel. Schließlich verfügt Craft über eine komplexe Routing-Funktion, durch die sich Internetadressen mit HTML-Templates verknüpfen lassen.

Uploads landen, anders als bei WordPress, nicht in einer zeitlichen Ordnerstruktur. Stattdessen definieren Nutzer verschiedene Medientypen, die das CMS in eigene Verzeichnisse ablegt. So können Sie beispielsweise Ordner für PDFs anlegen oder Fotodaten sinnvoll organisieren und bei Bedarf direkt auf CDN Server übermittelt werden. Die einfache Bedienung erfolgt über das Dashboard, das optisch an WordPress erinnert.

Gewinner: Craft. Die simple Oberfläche des Content-Management-Systems bietet umfassende Einstellungsmöglichkeiten, sodass die Wahl des Siegers einfach ist. Zwar bietet WordPress letztendlich ähnliche Funktionen, dafür müssen User aber das korrekte Plugin installieren, was aufwendiger ist.

Programmcodes der Webanwendungen

Ein großer Nachteil von WordPress ist die Vergrößerung durch sogenannten Legacy Code, der sich über die Jahre ansammelte. Das Design und die Architektur der Web-Software sind mit Sicherheit nicht optimal. Der Programmcode von WordPress ist eine Mischung aus funktionalen und objektorientierten Programmiertechniken. Manchmal ist es nicht einfach, die Methode zu erkennen, die sich hinter dem Code verbirgt. Einige Programmierer bezeichnen die verwirrende Code-Ansammlung, die sich auf unterschiedliche Dateien erstreckt, schlicht als Wahnsinn.

Craft steht für eine kontrollierte Entwicklung seines Systems. Das CMS nutzt das Yii Framwork, wobei es eine Codebasis durchsetzt, die für erkennbare Struktur sorgt. Daher scheint der Quellcode der Anwendung, zumindest im Vergleich mit der Architektur von WordPress, wesentlich organisierter. Craft bietet Ihnen eine übersichtliche Struktur, die sich beim Konkurrenten auf verschiedene Dateien erstreckt, die sich nicht immer intuitive verändern lassen.

Gewinner: Craft. Wir befassen uns seit Jahren mit WordPress, um Kunden ein leistungsfähiges System zu bieten. Im direkten Vergleich bietet Craft die übersichtlichere System-Architektur, die sich einfacher verstehen lässt. IT-Profis verzichten auf Anleitungen, weil sich Ihnen die Funktionen des Quellcodes rasch erschließen.

Einrichtung und Anpassung von Themes

WordPress bietet integrierte Themes, die sich über das Dashboard aktivieren und anpassen lassen. Craft bietet keinen einzigen vorinstallierten Theme, der die Einrichtung und Gestaltung von Webprojekten erleichtern würde. Stattdessen sollen User eigene HTML-Dateien und das Twig-System nutzen, um passende Themes zu kreieren.

Die Anpassung der einfachen Vorlagen, die nur als Download erhältlich sind, erfolgt nicht per PHP-Code und der Software The Loop. Stattdessen nutzen Sie für Craft komplexe Twig Tags, um Anpassungen vorzunehmen. Die Arbeit erfordert einen Webdesigner, weil die Umsetzung nicht immer einfach ist.

Gewinner: WordPress. Das Craft mittlerweile ein kleines System zur Einrichtung und Anpassung von Themes besitzt, reicht uns nicht aus. Wir bevorzugen die große Flexibilität von WordPress. Großer Vorteil sind unzählige Themes, die für dieses CMS zum Download bereit stehen.

Plugins für die Systeme

Wenn Sie eine Internetseite mit großer Funktionalität bieten wollen, müssen Sie als Craft-User einige Plugins installieren. Derzeit gibt es keine zentrale Stelle zum Download der kleinen Erweiterungen, die neue Funktionen bringen. Das Team von Craft arbeitet aber an einem offiziellen Store, der zum Release der nächsten Variante zur Verfügung stehen soll. In der Zwischenzeit bieten Drittparteien auf eigenen Internetseiten freie und kostenpflichtige Plugins zur Nutzung. In diesem Punkt muss sich Craft klar dem Marktführer WordPress geschlagen geben, der einen zentralisierten Download von unzähligen Plugins über sein CMS ermöglicht.

Die Kreierung von Plugins verläuft ähnlich wie die Herstellung über WordPress. Allerdings ist ein objektorientierter Ansatz erforderlich. Die Hauptdatei muss einen Aufbau besitzen, der an die Struktur des File Headers in der Main-PHP-Datei eines WordPress-Plugins erinnert. Danach differenziert der Aufbau, der sich durch erforderliche Funktionen stark unterscheidet. Zwar können Sie Funktionen integrieren, indem Sie ein individuelles Plugin kreieren. Dabei gelten aber recht strikte Vorgaben, die nicht soviel Freiheit wie WordPress bieten.

Gewinner: WordPress. Die schiere Anzahl von WordPress Plugins, von denen populäre Varianten vorinstalliert sind, überzeugt uns. Weil Craft derzeit keinen offiziellen Shop anbietet, ist das Content-Management-System derzeit klar dem Konkurrenten unterlegen. Das könnte sich ändern, wenn das der Anbieter von Craft endlich einen offiziellen Vertriebsweg für die Plugins eröffnet.

SEO-Tools für die Anwendungen

Beide Anwendungen lassen sich nutzen, um wichtige Anpassungen vorzunehmen, mit denen sich die Indexierung durch Suchmaschinen wie Google rasch verbessert. WordPress und Craft erlauben bereits während der Einrichtung ein automatisiertes Anlegen von sauberen URLs. Alle weiteren Einstellungen überlassen die Content-Management-Systeme den Nutzern. Die User von WordPress installieren häufig das populäre Yoast Plugin. Nutzern von Kraft fügen stattdessen praktische Tools wie SEOmatic oder Sprout SEO hinzu.

Gewinner: Unentschieden. Die Optimierung von Internetseiten ermöglichen beide Systeme. WordPress bietet mehr SEO-Plugins, allerdings stehen Nutzern von Craft hochwertige Alternativen zur Verfügung. Sie spüren keinen großen Unterschied, wenn Sie die richtigen Tools nutzen.

Optionen für den eCommerce

WordPress und Craft sind hauptsächlich Content Management Systeme. Durch Plugins verwandeln sich beide Plattformen in komplette Verkaufsportale. Das bekannteste Plugin für WordPress heißt WooCommerce. Die Erweiterung ist zunächst kostenlos, wobei nur Grundfunktionen nutzbar sind. Wenn Sie zusätzliche Optionen und Zahlungsmethoden benötigen, müssen Sie solche Ergänzungen bezahlen. Bei kleineren Shops, die nur wenige Funktionen benötigen, entstehen keine großen Kosten. Größere Verkaufsportale zahlen mit WooCommerce sehr viel mehr.

Craft Commerce heißt derweil das offizielle Plugin für Verkaufsportale, die mit dem konkurrierenden CMS arbeiten. Der Hersteller vertreibt sein Plugin mit einer anderen Preispolitik. User müssen zunächst rund 700 Dollar investieren, um die Erweiterung zu erwerben. Sie enthält dafür eine komplette Integration von mehr als 20 Zahlungsanbietern, umfassende Einstellungsmöglichkeiten und viele Funktionen. Je nach Art und Umfang des Shops ist der Preis entweder ein günstiger Segen oder eine teure Bürde.

Gewinner: WordPress in Kombination mit WooCommerce. Weil sich jeder Onlineshop unterscheidet, mögen große Anbieter mit Craft die bessere Lösung finden. Neue Shops und kleinere Unternehmen empfehlen wir aber WooCommerce, das als Plugin für WordPress zur Verfügung steht. Weil es sich Stück für Stück erweitern lässt, bleiben die Kosten meist im Rahmen.

Preise und Lizenzen der Webanwendungen

Die Preise für die Nutzung sind ein weiterer Bereich, in dem sich das Craft CMS stark von WordPress unterscheidet. Während die selbst gehostete WordPress.org-Variante, die alle wichtigen Elemente der Webanwendung enthält, weiterhin kostenlos ist, bietet Craft seinen Nutzern nur Gratisversion für die Entwicklung von einzelnen Entwicklungen. Wenn Sie die neue Seite veröffentlichen wollen, verlangt der Anbieter rund 200 Dollar, die Sie für eine seiner Client-Lizenzen ausgeben müssen. Falls sich mehrere Entwickler mit einem Projekt befassen, steigen der Preis auf fast 300 Dollar, die die sogenannte Pro-Lizenz kostet.

Die Lizenzen für das CMS gelten einmalig für eine Internetseite, sodass die Kosten für die Anschaffung steigen, wenn es mehrere Projekte gibt. Mit dem Client- oder Pro-Lizenzen können Nutzer aber das Aussehen des Admin-Bereiches anpassen. Praktisch für Webagenturen, die das Content-Management-System mit eigenen Logos und Kontaktdaten ausstatten möchten. Es ist erwähnenswert, das Craft kein Open-Source-Projekt ist. Anders als die von WordPress verwendete GPL-Lizenz nutzt dieses CMS eine angepasste Lizenzierung, die Modifizierungen des Programm-Kerns verbietet. Daher lässt sich Craft auch nicht verwenden, um angepasste Webanwendungen für den freien Gebrauch zu kreieren.

Gewinner: WordPress. Wir können verstehen, warum der Hersteller von Craft, das Unternehmen Pixel & Tonic, sein CMS als eigenständige Software erhalten möchte. Der große Erfolg von WordPress liegt aber an den gewaltigen Anpassungsmöglichkeiten, weil der Quellcode der Software frei veränderbar ist. Die große Community trug zum Erfolg des Systems bei, dem sich das Craft CMS in vielen Punkten geschlagen geben muss.

Fazit zum Vergleich: Innovative Konkurrenz für WordPress

Es ist verständlich, warum das Craft CMS immer beliebter wird. Die Webanwendung profitiert von einigen Schwachstellen, die WordPress besitzt. Dafür punktet es durch eine moderne und anpassbare Oberfläche, die für hohe Anforderungen von Designern und Entwickler optimiert ist. Die höheren Kosten von Craft rechnen sich nicht bei kleineren Projekten. Die schiere Anzahl an Themes und Plugins, die WordPress weiterhin in hoher Qualität bietet, steht für den Konkurrenten noch nicht zur Verfügung. Dort können Sie zudem sensible Details anpassen, wobei der überladene, alte und unübersichtliche PHP-Code nicht einfach ist.

Denken Sie darüber nach, Ihre Website mit Grav CMS oder WordPress bauen zu lassen? Sprechen Sie uns gerne an: Projektanfrage. Wir beraten Sie gerne, wenn Sie eine CMS-Webseite kreieren möchten. Anhand Ihres Unternehmens finden wir die optimale CMS Software, die zu Ihrem Geschäftskonzept passt.

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