Mehr als 70 % der Unternehmen arbeiten mittlerweile mit Agenturen zusammen – besonders in unsicheren Zeiten schätzen viele die Flexibilität und das spezialisierte Know-how, das Agenturen mitbringen.

Die KI-Nutzung im Marketing ist seit 2018 um 176 % gestiegen.

Die Beauftragung einer Marketing-Agentur ist fast 50 % kosteneffizienter als ein internes Marketing-Team.


Online-Marketing selbst stemmen – oder strategisch delegieren?

Es gibt eine Frage, die uns in Gesprächen mit Entscheidern aus dem Mittelstand immer wieder begegnet: Sollen wir das Online-Marketing intern aufbauen oder an eine Agentur abgeben? Auf den ersten Blick klingt das nach einer simplen Make-or-Buy-Entscheidung. In der Praxis ist es eine der folgenreichsten strategischen Weichenstellungen, die ein Unternehmen im digitalen Bereich treffen kann.

Dieser Artikel liefert keine idealisierte Antwort. Stattdessen zeigen wir, was der Aufbau digitaler Marketingkompetenz wirklich bedeutet – und warum die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Online-Marketing Agentur für viele Unternehmen der klar effizientere Weg ist.


Die Ausgangslage: Digitale Sichtbarkeit ist kein Nice-to-have mehr

Suchmaschinen treiben 93 % des Website-Traffics an – und 97 % der Nutzer prüfen die Online-Präsenz eines Unternehmens, bevor sie es kontaktieren oder besuchen. Wer online nicht sichtbar ist, existiert für einen Großteil potenzieller Kunden schlicht nicht.

Gleichzeitig steigt die Komplexität des digitalen Marketings rasant. Künstliche Intelligenz bleibt das bestimmende Thema: 86 % der Unternehmen setzen bereits auf KI oder planen deren Einsatz – für mehr als die Hälfte ist KI aktuell aber auch die größte Hürde im digitalen Marketing. Das zeigt, wie nah Chance und Überforderung in diesem Feld beieinanderliegen.

Trotz unsicherer wirtschaftlicher Aussichten planen 56 % aller Unternehmen mit höheren Budgets für ihr digitales Marketing. Die Richtung ist klar. Die entscheidende Frage ist, wer dieses Budget operativ zum Laufen bringt.


Was "selbst machen" wirklich bedeutet

Die unterschätzte Tiefe des Themenfelds

Online-Marketing ist kein einzelnes Fachgebiet. Es ist ein Verbund aus mindestens einem Dutzend Teildisziplinen: SEO, SEA, Content-Marketing, Social Media, E-Mail-Marketing, Conversion-Optimierung, Analytics, UX/UI-Design, Webentwicklung – und seit einigen Jahren zunehmend auch KI-gestützte Automatisierung und Performance-Analyse.

Kein einzelner Mitarbeiter kann in Suchmaschinenoptimierung, Texten, Grafikdesign, Google Ads, Social Media Ads, Webdesign und Content Marketing gleichzeitig der beste sein. Mit einer einzelnen Person ist es für eine ganze Inhouse-Marketingabteilung schlicht nicht getan.

Das Resultat, das wir in der Praxis häufig sehen: Eine Person wird mit dem Thema betraut, die bereits voll ausgelastet ist. Sie googelt, experimentiert, lernt langsam – während der Wettbewerb mit einem eingespielten Agenturteam arbeitet.

Der echte Kostenvergleich

Wenn Unternehmen über "Inhouse vs. Agentur" sprechen, vergleichen sie oft Agenturkosten mit einem einzelnen Gehalt. Das ist rechnerisch unehrlich.

Agenturen sind auf den ersten Blick teurer als eigene Mitarbeiter – bei Inhouse-Mitarbeitern kommen jedoch noch verdeckte Kosten wie Sozialversicherungsbeiträge, Büroausstattung und Weiterbildung hinzu, die dringend in die Beurteilung einbezogen werden sollten. Bei der Zusammenarbeit mit einer Agentur steht meist ein interdisziplinäres Projektteam zur Verfügung, das ein einzelner Inhouse-Mitarbeiter nicht ersetzen kann.

Eine Inhouse-Abteilung im Marketing ist immer mit dem Kosten-Nutzen-Faktor abzuwägen – und kann unrentabel sein, wenn man bedenkt, dass eine Agentur in allen Bereichen (SEO, Google Ads, Social Media, Content) so viel kosten kann wie ein einziger Mitarbeiter in Vollzeit.

Hinzu kommt das Thema Toolkosten: In der Zusammenarbeit mit Agenturen können sich Unternehmen eine Menge an Lizenzkosten für Tools und andere Software sparen. Agenturen haben oft eine Vielzahl an Software-Tools für SEO, Marketing-Automation und weitere Bereiche im Einsatz, da es sich für sie eher rechnet.

Das Ausfallrisiko wird regelmäßig unterschätzt

Ein Social-Media-Manager oder eine Managerin kostet bei einem Einstiegsgehalt von rund 40.000 Euro jährlich schnell 50.000 Euro und mehr, wenn man Lohnnebenkosten, Urlaubsvertretung und Weiterbildung einrechnet. Hinzu kommen Lizenzen für Planungstools, Design-Software und Analyse-Plattformen. Was passiert, wenn die zuständige Person krank wird, kündigt oder in Elternzeit geht? Der Kanal steht still – für Organisationen mit kleinen Teams ist dieses Ausfallrisiko keine theoretische Gefahr, sondern Alltag.

Wenn ein Teammitglied kündigt, kann man nicht erwarten, dass ein passender Ersatz sofort die freie Stelle ausfüllt. In Zeiten des Fachkräftemangels kann die Nachfolgesuche gut und gerne Monate dauern.


Was eine Online-Marketing Agentur wirklich leistet

Gebündelte Expertise statt Breite ohne Tiefe

Agenturen bündeln Erfahrung aus unterschiedlichen Branchen und Projekten. Ein Team aus Strategen, Textern, Grafikern und Ad-Spezialisten arbeitet Hand in Hand.

Das ist kein theoretischer Vorteil. In der Praxis bedeutet es: Wenn eine SEO-Maßnahme technische Implikationen hat, sitzt der Entwickler mit am Tisch. Wenn eine Kampagne visuell nicht überzeugt, greift das Design-Team ein. Kein Warten, kein Briefing-Ping-Pong zwischen Abteilungen.

Agenturen im Online-Marketing arbeiten für unterschiedlichste Kunden. Die Erfahrungen, die sie mit verschiedenen Branchen, Zielgruppen und Geschäftsmodellen machen, können enorm dabei helfen, den Status quo zu hinterfragen und den frischen Blick von außen zu ermöglichen.

Skalierbarkeit ohne Fixkostenrisiko

Im Gegensatz zu Inhouse-Teams sind Agenturen sehr flexibel, was die Ressourcen- und Kostenplanung betrifft. Bei Lastspitzen in bestimmten Projekten oder wenn Mitarbeitende ausfallen, sind Agenturen in der Lage, die Produktivität aufrechtzuerhalten – ohne dass dabei hohe Fixkosten entstehen.

Das schafft echten strategischen Spielraum: Wer sein digitales Marketing skalieren will, muss keine neue Stelle ausschreiben, keinen Onboarding-Prozess durchlaufen und keine Kapazitäten freiräumen. Der Umfang lässt sich gemeinsam mit der Agentur flexibel anpassen.

Geschwindigkeit ab dem ersten Tag

Interne Marketingabteilungen starten am unteren Ende der Lernkurve. Prozesse müssen erst etabliert, Tools eingeführt, Kennzahlen definiert werden. Ein erfahrenes Agenturteam bringt all das mit – und arbeitet ab dem ersten Briefing strukturiert und zielgerichtet.

Der Aufbau einer Inhouse-Marketing-Abteilung erfordert Zeit und Mühe, um qualifiziertes Personal einzustellen und zu schulen. Eine Agentur hingegen verfügt bereits über die notwendige Expertise und Ressourcen, um ein Unternehmen effektiv zu vermarkten.

Das ist besonders relevant, wenn der Wettbewerb bereits digital aktiv ist. Mit 80 % der Unternehmen, die Google Ads für PPC-Kampagnen nutzen, ist der Wettbewerb im bezahlten Suchraum intensiv. Wer zu spät startet, holt diesen Rückstand nur schwer auf.


Strategische Perspektiven: Was auf dem Spiel steht

Der KI-Faktor verändert die Gleichung

Laut der Langzeitstudie „KI – die Zukunft des Marketings" hat sich die KI-Nutzung im Marketing seit 2018 um 176 % erhöht, allein in den vergangenen zwei Jahren um 80 %. Dennoch bleibt aktuell 20 % des Potenzials ungenutzt – vor allem aufgrund fehlender KI-Kompetenzen und unzureichender Schulungen.

60 % der Marketing-Manager gaben an, dass es ihnen an Ausbildung fehle, um KI überhaupt oder zielgerichtet einzusetzen. Fast so viele (58 %) fühlen sich von der Vielzahl an KI-Tools überfordert. Auf der Unternehmensseite geben 79 % zu, dass ihre Marketingabteilungen nicht ausreichend für den Einsatz von KI im Marketing geschult sind.

Unternehmen, die KI systematisch nutzen, sind häufiger Marktführer. Diejenigen, die KI im Unternehmen einsetzen, sagen um 28 % häufiger, sie seien erfolgreicher als ihr Wettbewerb.

Eine erfahrene Online-Marketing Agentur navigiert dieses Feld täglich – nicht als einmaliges Projekt, sondern als kontinuierliche Kompetenz. Tools, Algorithmen und Plattform-Updates werden nicht reaktiv nachgezogen, sondern proaktiv in die Strategie eingebaut.

Markenführung und Konsistenz als unterschätzter Faktor

Laut einer Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) gaben 78 % der befragten deutschen Unternehmen an, dass eine konsistente Markenführung über digitale Kanäle hinweg zu einer durchschnittlichen Steigerung der Kundenbindung um 23 % führte.

Konsistenz entsteht nicht durch gelegentliche Aktivitäten, sondern durch kontinuierliche Pflege über alle Kanäle hinweg. Das erfordert Struktur, Prozesse und dedizierte Kapazität – alles, was eine Agenturpartnerschaft von Anfang an mitbringt.

Messbarkeit als Führungsinstrument

McKinsey-Experten betonen: Lediglich drei Prozent der CMOs können mehr als die Hälfte ihrer Ausgaben durch Return-on-Investment-Messungen belegen. Das sogenannte Attributionsproblem bleibt eine zentrale Herausforderung für Marketingverantwortliche, die ihre Budgets strategisch gegenüber der Unternehmensführung rechtfertigen müssen.

Eine gute Agentur löst dieses Problem nicht durch Buzzwords, sondern durch sauberes Tracking, klare KPIs und regelmäßiges Reporting. Das schafft die Grundlage, Marketinginvestitionen intern zu rechtfertigen – und kontinuierlich zu optimieren.


Wann Inhouse sinnvoll ist – und wann nicht

Es wäre unehrlich zu behaupten, dass die Agentur immer die richtige Wahl ist. Für Unternehmen, die bereits über ein großes, vollständig besetztes Marketing-Team verfügen, tiefes Produktwissen im Vordergrund steht und kurze interne Abstimmungswege entscheidend sind, kann ein Inhouse-Ansatz funktionieren.

Inzwischen nutzen viele Unternehmen hauptsächlich die Kombination aus beidem. Durch die Zusammenarbeit des eigenen Inhouse-Teams und einer Agentur entsteht eine kompetente Schnittstelle. So profitiert man in gleichen Teilen von den Vorteilen der Agentur und den Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter.

Das hybride Modell sehen wir auch in unserer eigenen Projektpraxis häufig: Interne Mitarbeiter liefern Kontext, Produktwissen und Freigaben. Die Agentur übernimmt Strategie, operative Umsetzung und Monitoring. Diese Arbeitsteilung ist für viele Unternehmen der pragmatischste Weg zu professionellem Online-Marketing.


Die neun stärksten Argumente für eine Agenturpartnerschaft

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit – diese Punkte treffen in unserer Projekterfahrung am häufigsten den Kern:

1. Spezialisiertes Fachwissen über alle Disziplinen SEO, SEA, Content, Social, Analytics, Performance Marketing – ein eingespieltes Agenturteam bringt die gesamte Bandbreite mit.

2. Transparente Kosten statt versteckter Fixkosten Die Beauftragung einer Online-Marketing Agentur kann eine kosteneffektive Lösung sein, insbesondere für kleinere Unternehmen. Eine Inhouse-Marketing-Abteilung kann auf lange Sicht teurer sein, da sie regelmäßige Gehalts- und Personalbürokosten verursacht.

3. Sofortige Einsatzbereitschaft Keine Einarbeitungszeit, keine Lernkurve – das Team arbeitet mit erprobten Prozessen und Strukturen vom ersten Tag an.

4. Tool-Zugang ohne Lizenzkosten In Kombination mit einer Vielzahl an Tools, die für das Inhouse-Marketing meist zu kostspielig sind, ergeben sich ganz andere Möglichkeiten als durch Inhouse.

5. Frischer Blick von außen Wer ausschließlich im eigenen System denkt, repliziert blinde Flecken. Eine Agentur bringt den Außenblick mit – und stellt Fragen, die intern niemand mehr stellt.

6. Skalierbarkeit nach Bedarf Das Leistungspaket passt sich dem Unternehmensbedarf an – nicht umgekehrt.

7. Kontinuität ohne Ausfallrisiko Urlaub, Krankheit, Kündigung – eine Agentur ist davon operativ unabhängig. Das Marketing läuft weiter.

8. Messbarkeit und Reporting Klare Kennzahlen, regelmäßige Reports, transparente Kommunikation über Wirkung und Optimierungspotenziale.

9. Fokus auf das Kerngeschäft So entsteht eine kluge Arbeitsteilung: Man behält die inhaltliche Hoheit, profitiert aber von externer Strategie und Umsetzungsstärke.


Wie eine gute Agenturpartnerschaft aussieht

Die Zusammenarbeit mit einer Online-Marketing Agentur ist kein Kontrollverlust – es ist ein strukturierter Wissenstransfer. Wer klare Ziele formuliert, regelmäßige Abstimmungen einplant und die Agentur als verlängerte Workbench versteht, hält die strategische Hoheit in den eigenen Händen.

Was das in der Praxis bedeutet: monatliche Reporting-Runden, transparente KPI-Vereinbarungen, gemeinsame Jahresplanungen, schnelle Reaktionsfähigkeit bei Marktveränderungen. Das sind keine Versprechen, sondern strukturelle Eigenschaften einer Agentur, die diesen Anspruch ernst nimmt.

Für Unternehmen, die bisher wenig Erfahrung mit Agenturpartnerschaften haben, empfiehlt es sich, mit einem fokussierten Leistungspaket zu starten – etwa mit einer SEO-Strategie oder einem Content-Marketing-Ansatz – und das Zusammenspiel schrittweise zu vertiefen.


Fazit: Eine strategische Entscheidung mit operativer Wirkung

Online-Marketing effektiv zu betreiben ist kein Projekt, sondern eine Daueraufgabe. Es braucht Tiefe, Kontinuität und die Fähigkeit, sich schnell an veränderte Bedingungen anzupassen.

Die Online-Präsenz eines Unternehmens und gezieltes Online-Marketing sind unerlässlich, um die Bekanntheit zu steigern und weiterhin Erfolge online sowie offline erzielen zu können. Wer diesen Anspruch ernst nimmt, braucht die Ressourcen, um ihn zu erfüllen.

In vielen Fällen ist eine Agentur wirtschaftlicher – vor allem wenn mehrere Kanäle professionell bespielt werden sollen oder ein Unternehmen schneller ins Testing und in die Optimierung kommen will.

Wir verstehen uns bei mindtwo als Digitalagentur, die nicht nur ausführt, sondern mitdenkt. Als verlängerte Marketingabteilung, die strategisch denkt und operativ liefert – damit unsere Kunden sich auf das konzentrieren können, was sie wirklich voranbringt: ihr Kerngeschäft.