Meta Title optimal erstellen – 4 Schritte zum Erfolg

Klein, aber fein: Der Meta Title ist wahrscheinlich die kürzeste Werbefläche Ihrer Homepage. Und doch gehört die richtige Formulierung und Anwendung zum SEO 1x1. Wer sich um die Meta Title der eigenen Website-URL’s nicht gewissenhaft kümmert, schöpft das volle Potenzial der eigenen Internetseite nicht aus. In diesem Artikel erklären wir Ihnen alles, was Sie rund ums Thema Meta Title wissen sollten und geben Ihnen wertvolle Tipps, um die Besucherzahl Ihrer Website zu erhöhen und bei Google zu punkten!

Was ist ein Meta-Title

Grundsätzlich lässt sich der Meta-Title (oder Title, Title Tag) als „Überschrift” Ihres Webseiten-Inhaltes definieren. Hierbei ist zu beachten, dass jede einzelne URL Ihrer Homepage (also jede Unterseite) einen eigenen Meta-Title besitzt. Für User wird er an unterschiedlichen Stellen sichtbar:

  • bei den Suchmaschinenergebnissen als blaue, hervorgehobene und klickbare Überschrift des jeweiligen Snippets
  • im Anker-Text bei einer Verlinkung via Social Media
  • als Inhalt in Ihrem Browser Tab
  • beim Setzen eines Lesezeichens für eine bestimmte Webseite

Ich habe übrigens ein kostenfreies Tool als Lesezeichen, das für die Erstellung eines Titels Gold wert ist – mehr dazu später ;) Grundsätzlich macht die Auflistung deutlich, welche Relevanz ein geschickt formulierter Title für Ihre SEO haben kann. Der Title ist mehr als nur der Name der Website. Er dient bereits als Richtungsweiser und beeinflusst den User bei der Entscheidung, ob er Ihre Website oder die der Konkurrenz auruft.

Die größten Fehler

Der größte Fehler bei einem Meta-Title ist zunächst einmal, keinen zu bestimmen – bzw., Google die Wahl zu lassen. Die Suchmaschine gibt sich zwar Mühe, den Titel so treffend wie möglich zu „formulieren”, schließlich ist eine positive User Experience ihr Ziel. Dennoch kann es bei der automatischen Vergabe zu Fehlern kommen. Der Titel könnte beispielsweise mitten im Text abgeschnitten werden, weil er die Maximallänge überschreitet.

Ein weiterer Fehler ist, auf der jeweiligen Seite nicht das zu bieten, was der Meta-Title verspricht. Es ist zwar schön, wenn der User Ihre Seite besucht. Wenn er dort allerdings nicht das vorfindet, was er sucht oder erwartet, wird er die Webseite sofort wieder verlassen. Das schlägt sich in einer hohen Bounce rate (Absprungrate) wider und verschlechtert Ihr Ranking. Dazu gehört auch die retun-to-SERP-rate. Wie der Name erahnen lässt, handelt es sich hierbei um eine Angabe darüber, wie oft ein User auf Ihre Seite geklickt und unmittelbar danach zu den Suchmaschinenergebnissen zurückgegangen ist. Im Grunde bedeutet die Rückkehr, dass der User immer noch nicht das gefunden hat, was er gesucht hat und stattdessen eine andere Website wählt. Lassen Sie scheinheilige Formulierungen einfach – Sie tun sich damit keinen Gefallen.

Die Nutzung von zu generischen Keywords ist genauso schlecht, wie gar keine Keywords. Ersteres sorgt vielleicht dafür, dass Ihre Seite angezeigt wird, obwohl die Intention des Suchenden möglicherweise nicht passt. Es gibt einen Unterschied zwischen „Snowboard kaufen” und „Snowboard fahren lernen”. Das Keyword „Snowboard” kann also im Grunde alles bedeuten. Weiter erhalten Sie einen Tipp, wie Sie solche Fehler vermeiden können. Zweiteres sorgt einfach dafür, dass sie gar nicht erst angezeigt werden. Wenn Sie von Google nicht abgestraft werden wollen, sollten Sie außerdem Keyword-Stuffing vermeiden. Hinter dem Fachbegriff verbirgt sich die „Strategie”, relevante Keywords sinnlos aneinander zu reihen oder so oft zu benutzen, dass die Suchmaschine Ihre Webseite sogar als Spam einordnen könnte. Gleiches gilt für unterschiedliche Schreibweisen desselben Keywords. Treffen Sie lieber eine Entscheidung und nutzen Sie Ihre Auswahl an Keywords konsequent – und zwar für jede einzelne URL. Und zu guter letzt: Wenn Sie für jede Unterseite den gleichen Titel verwenden, können die Seiten nicht voneinander unterschieden werden. Auch hier senden Sie ein negatives Signal an Google.

Was macht einen guten Meta-Title aus?

Der Title erlaubt eine Breite von etwa 550 Pixel. Je nachdem, mit welchem Tool Sie arbeiten, unterscheidet sich die empfohlene Maximallänge. An diesen Richtwert sollten Sie sich allerdings in jedem Fall halten, wenn Sie vermeiden möchten, dass Ihr Titel abgeschnitten wird. Mit unvollständigen Titeln verspielen Sie wertvolle Werbefläche. Nutzen Sie Ihr Fokus-Keyword im Title Tag. Das Fokus-Keyword sollte möglichst ein Longtail-Keyword sein. Sorgen Sie dafür, dass Sie sich so präzise wie möglich ausdrücken und ermitteln Sie anhand einer Wettbewerbsanalayse, wie Sie sich von Ihrer Konkurrenz abheben können.

Tipp: Bei der Startseite gehört Ihr Firmenname im Titel nach vorne, bei Unterseiten eher nach hinten. Der User sucht bei der Eingabe Ihrer Brand bewusst nach Ihrer Website. Sucht er hingegen „Snowboard Sale", ist die Website zweitrangig. Der User will günstige Angebote – egal wo. Versuchen Sie das Hauptkeyword also möglichst weit vorne im Titel unterzubringen – vorausgesetzt, er lässt sich flüssig und sauber lesen.

Inhaltlich sollte der Meta-Title die jeweilige URL auf den Punkt bringen. Es kann knifflig werden, in so wenigen Worten eine Kernaussage zu treffen aber glücklicherweise steht Ihnen noch die Meta Description zur Verfügung. Sie stellt sozusagen den großen Bruder dar und befindet sich direkt unter dem Meta-Title. Zu diesem Thema haben wir einen eigenen Blogbeitrag verfasst. Damit Sie sich von Ihrer Konkurrenz abheben, können Sie außerdem zugelassene Sonderzeichen nutzen.

Wo ändere ich den Meta-Title?

Der Meta-Title befindet sich im Head eines HTML-Dokuments und wird dort verbindlich hinterlegt. Hier ein Beispiel von unserer Startseite:

Die meisten Website-Betreiber ändern den Title allerdings nicht direkt im Code, sondern im CMS. Im SEO Plugin Yoast gibt es hierfür zum Beispiel eine eigene Funktion, die auch anzeigt, ob der Meta Title die richtige Länge hat. Inhaltlich wird er allerdings nicht geprüft. Hier müssen Sie schon selbst ran ;)

In 4 Schritten zum perfekten Meta-Title-Set auf Ihrer Website

1. Daten ziehen: Nutzen Sie z.B. screaming frog und lassen Sie sich alle Meta-Title darstellen. Übertragen Sie die Liste in eine Tabelle, damit Sie einen perfekten Überblick haben.

2. Title analysieren: Die Title sollten sich nicht wiederholen und nicht zu lang oder zu kurz sein. Gibt es überhaupt keinen Title, sollten auch hier die Alarmglocken läuten. Ergänzend können Sie die Meta-Title Ihrer Konkurrenz prüfen.

3. Passenden Title formulieren: Jetzt wird es richtig spannend, denn die Erstellung eines perfekten Titles erfordert manchmal ein bisschen Geschick. Wenden Sie unsere Tipps von oben an, um den perfekten Titel zu erstellen. Nutzen Sie den Sistrix Snippet Generator oder das Plugin Ihres CRM, um die perfekte Länge zu erreichen. Vermeiden Sie die bereits genannten Fehler.

4. Prüfen: Geben Sie dem Suchmaschinen-Crawler Zeit, bis er die neuen Daten gezogen hat und prüfen Sie, ob Ihre neuen Meta-Title übernommen wurden oder die Suchmaschine trotz der Verbesserung eigene Title verwendet. Das kann durchaus passieren und liegt oftmals daran, dass der Crawler den Inhalt der Seite anhand des Titles nicht richtig interpretieren (voraussagen) kann und somit vermutet wird, dass Sie mit Ihrer Intention daneben liegen.

Fazit

Der Meta-Title ist ein wichtiger Ranking-Faktor. Beim Überfluss an Informationen ist es schwer, sich von Konkurrenten abzuheben. Betrachten Sie Ihren Meta-Title also als Leuchtreklame Ihrer Website. Aktualisieren Sie die Daten regelmäßig und prüfen Sie bei jeder Änderung auf Ihrer Website, ob der Titel den Inhalt noch perfekt widerspiegelt.

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