Einen Performanceplan entwickeln und umsetzen

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Das Internet wächst unaufhörlich und die durchschnittliche Größe einer Website steigt in den letzten Jahren alarmierend. Einige Beobachter bezeichnen das Internet daher schon als „fettleibig“ und kritisieren die wachsende Anzahl an Animationen und Bildern auf Websites. Ein Websiteentwickler oder eine Agentur muss daher die Performance und Größe einer Website stets im Auge behalten. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie sie die Performance einer zukünftigen Website bereits in den Projektdokumenten behandeln.

Die Bedeutung eines Performanceplans

Die Performance einer Website ist nicht nur ein Problem von vielen, sondern das essentielle Design-Feature, das dem Kunden als erstes auffallen wird. Schließlich will kein Kunde lange auf die Inhalte einer Website warten und viele potentielle Kunden springen bereits in den ersten Sekunden ab, wenn sie die Ladezeit als zu lange empfinden. Dies darf natürlich auf keinen Fall passieren und muss in den Projektdokumenten der Website erwähnt werden. Jede Entscheidung über das Erscheinungsbild einer Website kann große Auswirkungen auf die Performance haben und muss daher in einem Performanceplan dokumentiert werden. Dieses Dokument ist die Grundlage für das weitere Arbeiten an Ihrer Website.

Aufbau eines Performanceplan

Am Anfang können Sie ruhig in dem Performanceplan unkonkret sein, doch irgendwann müssen Sie konkrete Vorstellung von der Performance Ihrer Website haben, um diese Erwartungen auch einhalten zu können. Der Performanceplan enthält meistens eine maximale Websitegröße. Er kann auch auf eine maximale Ladezeit basieren, doch dabei muss beachtet werden, dass die Ladezeit von der Internetgeschwindigkeit des Aufrufers und allgemein von der Netzsituation abhängt. Die BBC hat beispielsweise festgelegt, dass ihre Websites innerhalb von zehn Sekunden aufgerufen werden kann, selbst wenn der Aufrufer eine langsame GPRS-Verbindung benutzt. Aus diesen Zielen hat sie die maximale Größe einer Website festgelegt und das Design der Websites entsprechend angepasst.

Genauso müssen Sie auch vorgehen. Wenn ein Designelement oder irgendetwas Anderes die Performance Ihrer Website einschränkt und so Ihren Performanceplan zuwiderläuft, müssen Sie sofort handeln. Entweder Sie optimieren das Designelement, bis es den Anforderungen des Performanceplans genügt, oder Sie fügen es nicht hinzu. Alternativ können Sie natürlich auch ein anderes Designelement anstelle des neuen Elements entfernen. Um solche Entscheidungen zu vermeiden, ist es wichtig, dass der Performanceplan so früh wie möglich bekannt gemacht wird. Wenn Ihr Team bereits ein Full-HD Hintergrundbild oder große Animationen implementiert hat, ist es häufig schon zu spät für einen Performanceplan. Denn der Kern eines Performanceplanes ist es, eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung und Optimierung einer Website zu bieten, damit keine Missverständnisse auftreten. Allerdings darf der Performanceplan auf keinen Fall konkrete Inhalte der Website enthalten. Bevor ein Performanceplan entwickelt wird, muss der Inhalt der Website bereits feststehen. Der Performanceplan beschreibt, wie der Inhalt angezeigt wird und nicht was auf der Website wichtig ist. Auf keinen Fall dürfen wichtige Inhalte nur wegen des Performanceplans entfernt werden. Dies deutet auf eine schlechte Planung des Websiteinhaltes hin und sollte vermieden werden.

Sie sehen, dass ein Performanceplan ein wichtiger Bestandteil einer Website sein kann. Es ist sehr wichtig, die Darstellung einer Website zu planen, damit der Nutzer nicht über einen übermäßigen Datenverbrauch leidet.