Neue Google Expanded Text Ads (ETA), Responsive Ads und gerätespezifische Gebotsanpassungen

Erste große Änderungen der Google Anzeigen seit dem Start

Bereits im Mai kündigte Google die Änderungen bei AdWords als eines der größten Updates zur Anzeigengestaltung an. Mit den jetzt verfügbaren und live geschalteten erweiterten Textanzeigen erfahren die Standard-Textanzeigen die weitreichendste Veränderung seit dem AdWords Start vor über 15 Jahren.

Mobile Nutzung steigt weiter stetig und wurde von Google zuletzt mit zwei spezifischen Mobile Updates unterstrichen. Auch Googles erweiterte Textanzeigen gestaltete der Suchmaschinenbetreiber für mobile Plattformen. Mit dem zusätzlich zur Verfügung stehenden Platz im Vergleich zu den Standard Google Textanzeigen zielen die Google Expanded Text Ads (ETA) auf die Steigerung der Effizienz und Effektivität auf mobilen Endgeräten ab.

Standard-Textanzeigen bei Google AdWords verschwinden

Ab dem 26. Oktober 2016 wird Google AdWords das Erstellen oder Bearbeiten von Standard Textanzeigen nicht mehr unterstützen und diese durch die erweiterten Google Textanzeigen komplett ersetzen.

Bis dahin laufen beide Google AdWords Anzeigenformate parallel. Ab dem Datum im Oktober werden bestehende Standard-Textanzeigen einfach fortgeführt bis sie beendet sind. Neue Google AdWords Anzeigen können dann nur noch in dem neuen erweiterten Format angelegt werden. Auch die Bearbeitung der Standard-Textanzeigen wird dann nicht mehr von Google unterstützt.

Erweiterte Google AdWords Textanzeigen – was ist das?

Die neuen erweiterten Google Textanzeigen gleichen den bisherigen Textanzeigen bei AdWords in vielen Punkten, heben sich aber durch einige nützliche Highlights von diesen ab.

Zwei Felder für die Anzeigentitel

Bislang gab es für die Google Textanzeige nur ein einziges Anzeigentitelfeld. Bei den neuen Expanded Text Ads (ETA) können nun zwei Headlines für die Anzeige vergeben werden. Die zwei Überschriften werden durch ein Trennzeichen in der Zeile getrennt. Auf kleineren Screens wie auf dem Smartphone werden diese zweizeilig angezeigt.

(Quelle: Google; Format neue erweiterte Textanzeigen)

30 Zeichen für die Anzeigentitel

Bei Standard-Textanzeigen stehen für den einen Anzeigentitel lediglich 25 Zeichen zur Verfügung um die Informationen unterzubringen. Bei den erweiterten Google Textanzeigen stehen jetzt für beide Anzeigentitelfelder 30 Zeichen zur Verfügung und bieten somit mehr Raum für wichtige Details.

Ein Feld für den Anzeigentext

Die zwei Zeilen des Anzeigentexts bei den alten Standard-Textanzeigen sind bei den neuen erweiterten Textanzeigen zu einem Feld verbunden worden. Die Standard-Textanzeigen bieten zwei Textzeilen à 35 Zeichen. Die neuen Google Expanded Text Ads (ETA) erlauben nun 80 Zeichen lange Anzeigentexte für die Google Anzeige. Auch hier eröffnet sich damit die Möglichkeit mehr Informationen unterzubringen.

Ziel der Google Anzeige transparenter

Mit den neuen erweiterten Textanzeigen entfällt die Eingabe der angezeigten URL, z.B. www.beispiel.de. Stattdessen wird jetzt die endgültige URL bei AdWords eingesetzt. Außerdem können noch zwei zusätzlich hilfreiche Pfadfelder dazu ausgewählt werden, z.B. www.beispiel.de/kategorie/unterkategorie. Für den Nutzer ist das Ziel des Klicks auf die Google Anzeige so transparenter.

Erweiterte Google Textanzeigen mobil optimiert

Die neuen Google Anzeigen sind bei AdWords nun direkt mobil optimiert. Sie müssen bei der Erstellung die Einstellungen für die mobilen Endgeräte nun nicht gesondert auswählen. Die Google Expanded Text Ads (ETA) sind bereits von Vornherein so konzipiert, dass sie auf allen Bildschirmen und Endgeräten optimal angezeigt werden. Google AdWords liefert nun stets eine Desktop und eine Mobile Vorschau.

Erweiterte Google Textanzeigen optimal nutzen

Die Änderungen hören sich zunächst unspektakulär an. Mit den neuen erweiterten Google Textanzeigen stehen jedoch insgesamt fast 50% mehr Platz für Text zur Verfügung. Werbetreibenden haben nun die Möglichkeit Ihre Produkte und Services mit Google AdWords umfangreicher als jemals zuvor online bei Google zu bewerben.

Diese Möglichkeiten sollten also genutzt werden, um die knappe Aufmerksamkeit der Suchenden auf die eigenen Anzeige zu ziehen und qualifizierte Klicks auf die Anzeige und damit Besuche auf der Website zu generieren. Google AdWords sollte also sukzessive und sorgfältig auf die neuen erweiterten Textanzeigen umgestellt und entsprechend optimiert werden, um das meiste Potential aus den Google AdWords Anzeigen herauszuholen.

Herausforderungen für Googles neue, erweiterte Textanzeigen

Die neuen Textanzeigen in AdWords eröffnen viele Möglichkeiten und Potential für Unternehmen, die diese nun aktiv implementieren. Besonders zum Start des neuen Anzeigenformats im Oktober 2016 kann gepunktet werden. Neue Kampagnen sollten also möglichst frühzeitig geplant werden.

Die bisherige Platzlimitierung sowohl der Anzeigentitel als auch des Anzeigentexts stellt bei den Standard-Textanzeigen stets eine Herausforderung dar, hier den Nutzenvorteil und den USP unterzubringen. Der zusätzliche Platz kann jetzt umfassender für Call-to-Actions und für die gewünschte Botschaft an den Suchenden genutzt werden. Hier bedarf es Sorgfalt und sicher auch den ein oder anderen Test, um das neue Format bestmöglich auszunutzen. Einfach eine neue Zeile oder ein paar Keywords an die alte Google Textanzeige anzuhängen, wird allerdings kaum funktionieren.

Auch wenn die neuen erweiterten Google Textanzeigen unter anderem speziell für die mobilen Endgeräte konzipiert sind, wird die Performance der Google AdWords Anzeigen vermutlich zunächst für die Desktop-Nutzung ansteigen. Denn statistisch sind die Klickraten auf mobilen Endgeräten wesentlich höher als die am Desktop. Die „above the fold“ (Bildschirmausschnitt ohne Scrollen) Suchergebnisse nehmen auf dem mobilen Bildschirmen einen größeren Platz ein und so könnte der Anstieg der mobilen Klickraten weniger groß ausfallen als die Veränderung der Klickraten am Desktop.

Neue Responsive Ads

Mit den Responsive Ads implementiert Google eine ganz neues Anzeigenformat für das Google Display Netzwerk (GDN). Im GDN können Werbetreibende Google Display-Anzeigen auf verschiedenen teilnehmenden Websites platzieren. Das Besondere an den Responsive-Anzeigen ist, dass Google diese dynamisch und optimal für das verschiedene Endgeräte und Zwecke erstellt. Die Google Anzeigen können dann einfach in Apps und Websites integriert werden.

Für die Responsive-Anzeigen müssen bestimmte Anzeigen-Assets Anzeigentitel, Anzeigentexte, Bilder oder Ziel-URL angegeben werden. Google wird dann die Anzeige automatisch generieren und die Anzeigengröße, das Anzeigen-Format und Anzeigen-Aussehen optimal für die verfügbaren Anzeigen-Plätze anpassen. Responsive Ads können sowohl als gewohnte Banner oder aber auch nur als Text angezeigt werden, je nach Platzierung der Anzeige.

Gebotsanpassungen für Geräte

Ein weitere an der intensiven mobilen Nutzung orientierte Neuerung ist die Möglichkeit, die Gebote in Bezug auf die verwendeten Endgeräte anzupassen. Mit dieser Option für die Gebotsanpassung innerhalb der Google AdWords Kampagnen bietet sich die Möglichkeit die Google Anzeigen für die Suchanfragen auf ausgewählten Endgeräten wie Desktop, Tablet oder Smartphone vermehrt oder weniger ausliefern zu lassen.

Mit automatisierten Geboten, für die Google auf seinen riesigen Daten-Pool zurückgreift, lässt sich weitreichend und großflächig optimieren. Es entstehen validierte Gebote, die darauf abzielen, den größtmöglichen ROI für das eingesetzte Budget zu erreichen. In diesem Rahmen kündigte Google auch an geräteabhängige CPA-Ziele in AdWords bereitzustellen.

Sie interessieren sich für die neuen Google Expanded Text Ads? Sie möchten bei der Erstellung neuer erweiterter Textanzeigen professionell unterstützt werden? Sprechen Sie uns bei mindtwo in Bonn an! Wir beraten Sie gerne.

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