WordPress vs: Magento: Anwendungen im Vergleich

Magento vs WordPress

Wer im weltweiten Netz ein Geschäft eröffnen möchte, benötigt zum Betrieb geeignete E-Commerce-Software. Es existieren verschiedene Webanwendungen, die Geschäftsinhaber verwenden. Onlineshop-Betreiber wählen oft WordPress oder Magento, die eigene Stärken und Schwächen besitzen. Je nach Art und Umfang des Geschäfts ist eines der beiden Systeme im Vorteil. In diesem Überblick klären wir Sie daher über die Vor- und Nachteile der Anwendungen auf.

WordPress: Webanwendung mit E-Shop-Funktionen

Die meisten Menschen, die sich mit der Erstellung von Internetseiten befassen, hörten zumindest schon einmal von WordPress. Die Webanwendung ist eine populäre Software, die ursprünglich zum Betrieb von klassischen Weblogs entstand. Heute lässt sie sich auch für andere Webprojekte wie einen Onlineshop verwenden. Zahlreiche Geschäfte betreiben ihren E-Commerce-Handel über angepasste WordPress-Varianten, die auf vielen mobilen Geräten hervorragend aussehen. Dabei profitieren Nutzer, die mit der Webanwendung ein Online-Geschäft betreiben, von vielen Vorteilen. Sie registrieren nur wenige Schwächen, weil sich die freie Software durch Eleganz, Benutzbarkeit und Anpassungsmöglichkeiten auszeichnet.

Nachteile im Überblick: E-Commerce mit WordPress

Die Entwickler der Webanwendung wussten nicht, welche vielseitige Nutzungsformen mit WordPress möglich sind. Voraussetzung ist aber die Installation von PlugIns, weil das System nicht für den Betrieb von Webshops konzipiert ist. Grundkenntnisse in HTML und CSS, die sich Laien aneignen können, sind empfehlenswert, um kleinere Anpassungen in der Programmierung oder im Design vorzunehmen. Bei Problemen mit PlugIns ist der kleine Support der Webanwendung häufig nicht in Lage, den Nutzern zu helfen. Der Anbieter der Zusatzsoftware oder die Nutzer von Foren helfen aber in einigen Fällen.

Durch die Verwendung von wichtigen PlugIns, die den Kauf- und Bestellprozess ermöglichen, sowie von aufwendigen Themes, die für eine individuelle Gestaltung von Onlineshops geeignet sind, entstehen einmalige Kosten. Zwar locken verschiedene Drittparteien mit günstigeren Alternativen, allerdings bieten sie für diese Themes oft keine Unterstützung. Unseriöse Themes, die meist bestehende Designvarianten adaptieren, können gefährlichen Code enthalten, wodurch Einfallstore für Cyberkriminalität entstehen. Die Gefahr durch Hackerangriffe ist generell gegeben, sodass die Integration von Sicherheitsabfragen und Firewalls empfehlenswert ist.

Vorteile von WordPress: In kurzer Zeit zum Webshop

Wo einige Nachteile existieren, gibt es viele Vorteile. Das gesamte Design bestimmen Sie mit den bereits benannten Themes, was oft sehr gut funktioniert. Grundsätzliche Änderungen am Design lassen sich über WordPress recht leicht vornehmen. Daten gehen durch die Anpassungen nicht verloren. Einzelne Elemente wie Schrift- und Linkfarben lassen sich rasch ändern. Banner und Grafiken integrieren Sie ebenfalls schnell und einfach. Gerade für Einsteiger, die einen neuen Onlineshop eröffnen, scheint WordPress daher eine zeitsparende und recht kostengünstige Option.

Die Webanwendung benötigt nur wenig Pflege, während grundsätzliche Änderungen zeitnah durchgeführt sind. Es entstehen, außer den Gebühren für das zu empfehlende Webhosting und eine eigene Domain, keine Kosten für die Webanwendung. Sie profitieren als WordPress-Nutzer von konstant erscheinenden Updates, durch die sich die Sicherheit stetig verbessert. Zugleich erscheinen für bessere PlugIns und Themes, die von bekannten Entwicklern stammen, ebenfalls regelmäßige Updates, die der Sicherheit dienen oder den Funktionsumfang erhöhen. Dabei reduziert sich die Zahl an Schwachstellen, was gerade für den Betrieb eines Onlineshops wichtig ist.

Stärken von WordPress: Anpassungen mit Stil

Weil tausende von PlugIns existieren, die viele Funktionen bringen, lassen sich Webshops unterschiedlicher Art zeitnah einrichten. Durch die Themes besteht die Möglichkeit, die Internetseite an die eigenen Vorstellungen anzupassen. Stilvolle Shops entstehen durch diese Layoutvarianten, die für den Betrieb der Online-Geschäfte konzipiert sind. Wer HTML und CSS kennt, verändert deren Code, um kleinste Anpassungen im Design zu erzeugen. Bei Problemen profitieren Sie vom Wissen der anderen Nutzer. WordPress ist schließlich die Anwendung mit den größten Nutzungszahlen, sodass es oft sehr einfach ist, über Suchmaschinen wie Google die richtige Lösung für die Probleme zu finden.

Zum Aufbau und zur Individualisierung von Webshops bieten namhafte Anbieter innovative Themes, die sich gut anpassen lassen. Allerdings lassen sich auch kostenlose Varianten nutzen. Für eine größere Aufmerksamkeit und für die bessere Nutzbarkeit des jeweiligen Onlineshops sind für das E-Commerce geschaffene Themes zu empfehlen. Sie bieten oftmals mehr als ein schönes Design, sondern enthalten außerdem praktische PlugIns für das Online-Geschäft. Solche Komplettpakete installieren Sie sehr leicht und innerhalb von kurzer Zeit. Ebenso einfach spielen Sie die Updates ein, die sich per Mausklick in die bestehende WordPress-Installation integrieren.

Magento: Software für E-Commerce

Viele Stärken sprechen für WordPress, dass das populärste System zum Betrieb von Internetseiten aller Art ist. Allerdings existiert mit Magento eine starke Konkurrenz. Schließlich befindet sich diese Onlineshop-Software auf 1,3 Prozent aller Webseiten, wodurch sie die am meisten genutzte Anwendung für den Betrieb von Online-Shops ist. Die Plattform, die sich als Open-Source Projekt etablierte, existiert in einer kostenlosen Variante, die sich ebenfalls durch Themes und Plugins individualisieren lässt. Außerdem existieren kostenpflichtige Ausführungen, die auf verschiedene Arten des Onlineshoppings zugeschnitten sind. Wie WordPress besitzt Magento eigene Nach- und Vorteile.

Manche Kosten und hoher Zeitaufwand: Schwächen von Magento

Im Gegensatz zu WordPress, das nur in einer anpassbaren Basisdistribution vertrieben wird, erscheint Magento in zwei wichtigen Varianten. Neben der Grundversion existiert die Enterprise-Distribution. Zusätzliche Kosten entstehen für Themes und Erweiterungen. Weil die Installation nicht einfach ist, muss oftmals ein Experte hinzugezogen werden, der zudem die regelmäßige Wartung des gesamten Systems vornehmen muss. Ein Magento-Shop lässt sich ebenfalls nach Belieben anpassen. Allerdings fällt die Integration von Erweiterungen und Funktionen nicht leicht, weswegen in diesem Fall ebenfalls Hilfe von Außen hinzugezogen werden muss, was weitere Kosten verursacht. Ansonsten drohen lange Ladezeiten, die viele Kunden nicht tolerieren.

Hilfe durch Kenner der Software, die aber nicht immer einfach zu finden sind, ist oftmals unabdingbar. Das komplexe Magento-System ist nicht einfach zu verstehen, sodass die wenigen Experten hohe Preise für ihre Dienste verlangen. Zum Betrieb des Webshops reicht einfacher Webspace und eine passende Domain, die für den WordPress-Onlineshop genügt, meist nicht aus. Weil die Seiten ansonsten sehr langsam laden, was Kunden verschreckt, ist die Anmietung eines dezidierten Server nötig. Das exklusive Nutzungsrecht solcher Workstations kostet viel Geld. So erhöht sich der monetäre Aufwand, der für den Betrieb eines auf Magento basierenden Onlineshops aufzubringen ist.

Vorteile der Software: Einzigartige Onlineshops mit eigenen Features

Weil Magento einen Quellcode besitzt, der sich verändern lässt, nehmen Experten zahlreiche Einstellungen und Ergänzungen vor. Versierte Nutzer erschaffen durch den Code einen eigenen Onlineshop, der über angepasste Funktionen verfügt, die zum Betrieb erforderlich sind. Große Flexibilität ist eine Stärke der Magento-Software, die sich zudem durch die Integration von Plugins und APIs an individuelle Erfordernisse anpasst. Die vielen Möglichkeiten, die durch Ergänzungen von Drittherstellern entstehen, begeistert viele Magento-Nutzer, die einen Onlineshop durch die Software betreiben.

Wie WordPress ist Magento eine populäre Anwendung, sodass es viele Nutzer gibt. Kenner antworten in Foren, sodass sich viele Fragen klären. Manche Experten bereichern die große Gemeinschaft der Nutzer, indem sie neue Plugins, Themes oder Erweiterungen zum Download zur Verfügung stehen. Daher bietet Magento mehr Features als jede andere Anwendung zum Betrieb eines Webshops. Die Software ermöglicht beispielsweise den Betrieb eines Onlineshops in verschiedenen Sprachen, mit unterschiedlichen Währungen, nationalen Preisen sowie angepassten Standortangaben.

Weil Magento auch in einer Gratis-Variante zur Verfügung steht, können Einsteiger zunächst die Grundfunktionen erproben, bevor der erste Shop ins Netz gelangt. Beim Erfolg des Geschäfts lassen sich Inhalte rasch sehr einfach erweitern. Dabei ist gerade die Enterprise-Variante von Magento in der Lage, mit einer steigenden Zahl an Einkäufen umzugehen. Kunden des jeweiligen Onlineshops können zudem ein Mobiltelefon oder Tablet verwenden, weil der Besuch des virtuellen Geschäftes mit solchen Endgeräten möglich ist, wenn Magento zum Einsatz kommt. Dabei begeistert die Software durch ihr responsives Webdesign, das den Shop an das jeweilige Endgerät anpasst, sodass große Bedienfreundlichkeit an jedem Endgerät möglich ist.

Anwendungen im Direktvergleich

WordPress lässt sich einfach aufsetzen. Grundsätzliche Änderungen am Design sind durch die Themes rasch vorgenommen. Zahlreiche Apps sorgen für die Funktionen, die zum Betrieb des Webshops erforderlich sind. Kleinere Anpassungen müssen oftmals per HTML- oder CSS-Befehlen geschrieben werden, was Laien einige Zeit kosten kann. Trotzdem entstehen durch die Software formschöne Onlineshops, die sich auf unterschiedlichen Endgeräten gut bedienen lassen. Vorteilhaft scheint, dass die Anwendung auch ohne dezidierten Server funktioniert.

Solche Server benötigen viele Magento-Nutzer, wobei die Wartung und der Aufwand höher sind. Oftmals sind Betreiber von Magento-Webshops auf die Dienste von Experten angewiesen, um grundlegende Anpassungen vorzunehmen und Ladezeiten zu reduzieren. Zum höheren Preis nutzen Magento-Onlineshops dafür viele Features, die für WordPress-Nutzer nicht einfach erhältlich sind. Die müssen sich zudem um die Angriffe von Cyberkriminellen sorgen, die bevorzugt WordPress-Seiten attackieren.

Unterschiedliche Vor- und Nachteile, die wir für Sie erörterten, erschweren die Entscheidung für eine Anwendung. Wer mit WordPress die günstigere und einfachere Variante verwendet, spart Zeit und Kosten. Wenn diese Faktoren eine geringere Rolle spielen, weil höhere Investitionen und ein größerer Zeitaufwand möglich sind, empfiehlt sich die Magento-Software, die gerade in der kostenpflichtigen Enterprise-Version mehr Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen bietet.