Google markiert HTTP-Sites als nicht sicher

Google setzt auf https

Verlangt Ihre Website von den Besuchern sensible Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen? Dann sollten Sie diesen Artikel sorgfältig lesen, wenn Ihre Website ein HTTP-Protokoll verwendet.

Alles für die Sicherheit des Benutzers

Mit einem großen Update für Chrome im Januar diesen Jahres kam auch eine deutliche Veränderung, die vor allem ältere Webpages betrifft. Websites, die kein SSL-Zertifikat besitzen, werden als nicht gesichert gekennzeichnet, um die Benutzer darüber zu informieren, dass die Daten, die sie eingeben werden, nicht vor neugierigen Blicken geschützt sind. Das veranlasste Nutzer, vorsichtig mit den von ihnen bereitgestellten Informationen umzugehen.

Chrome-Label für Nicht-HTTPS-Seiten

Dieses neutrale Label erscheint auf allen HTTP-Seiten und wird auf Seiten, die Formulareingaben wie Passwörter enthalten, besonders hervorgehoben.

Die Dinge ändern sich bei Chrome v62

Im eigenen Sicherheitsblog hat Google angekündigt, die nächsten Schritte zu unternehmen, um den Nutzern zu helfen, mehr Datenschutz in Anspruch nehmen zu können. Genauer gesagt, wird die Meldung „nicht sicher“ in zwei weiteren Situationen angezeigt, wenn der Benutzer Daten auf einer HTTP-Seite eingibt und auf allen im Inkognito-Modus besuchten HTTP-Seiten.

Alle Benutzerdaten sollten als privat behandelt werden

Wie bereits erwähnt, ist das Label „nicht sicher“ derzeit sichtbar, wenn der Benutzer sensible Daten wie Passwörter und Kreditkartendaten eingibt. Wie Google erklärt, sollten nicht nur diese Informationen, sondern alle Daten, die der Nutzer eingibt, als vertraulich behandelt werden.

Wenn User im Internet im inkognito-Modus surfen, erwarten sie mehr Privatsphäre. Das Problem hier ist, dass privates Surfen nicht gleichbedeutend mit sicherem Surfen ist und dass viele User genau das nicht bedenken. Das ist einer der Hauptgründe, warum Google die Nutzer auf jeden Fall informiert, wenn sie Daten auf einer Website eingeben müssen.

Der ultimative Plan

Google erklärte auch, dass alle Websites, die nicht über HTTPS als sicher markiert werden, durch ein rotes Dreieck markiert werden sollen.

Was Sie tun sollten

Die einzige Möglichkeit, die Sie haben, besteht darin, Ihre Website auf HTTPS umzustellen und auf HTTP zu verzichten. Dies kann leicht durch den Kauf eines SSL-Zertifikats erreicht werden. Keine Sorge, sie sind nicht mehr so teuer wie früher. Es gibt viele Anlaufstellen, wo Sie ein Zertifikat kaufen können und das Setup ist ziemlich simpel. Nutzen Sie einfach eine Google-Suche.

Warum sollten Sie sich für den Kauf eines SSL-Zertifikats interessieren?

Der Kauf eines SSL-Zertifikats mag für viele als ein Ärgernis erscheinen, aber der Wechsel zu HTTPS ist ein großer Fortschritt, denn es kann zur Gewinnsteigerung beitragen. Glauben Sie uns nicht? Lassen Sie es uns erklären! Websites unter dem HTTPS-Protokoll sind in Google-Rankings höher platziert. Das ist etwas, was Ihnen jeder SEO-Experte sagen wird und Sie wissen, dass Sie einen höheren Rang einnehmen wollen, nicht wahr? HTTPS ist eine großartige Art, dorthin zu kommen.

Wer etwas Geld sparen möchte kann die kostenfreien Zertifikate von z.B. Lets Encrypt nutzen.

Benutzer neigen dazu, nicht gesicherte Seiten zu verlassen. Eine Studie von Google hat ergeben, dass die Navigation auf nicht sichere Seiten, die sensible Daten erfordern, um 23 Prozent reduziert wurde. Dies könnte eine erhöhte Bouncerate auf Ihren Checkout-Seiten zur Folge haben.

Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen dazu neigen, vorsichtig zu sein, wenn es um ihre Privatsphäre geht. Mit dem Wechsel zum HTTPS-Protokoll zeigen Sie ihnen, dass Ihre Nutzer für Sie wertvoll sind und dass Sie sich um ihre persönlichen Daten kümmern. Glauben Sie uns, das werden Ihre Nutzer zu schätzen wissen.