Ein kurzer Blick auf Coaster CMS

Neues Content Management System auf Basis von Laravel 5.4

WordPress, Joomla, TYPO3, Contao ... wozu um alles in der Welt braucht die Welt ein weiteres Content Management System? Ein Viertel aller Webseiten weltweit wird Schätzungen zufolge mit WordPress realisiert, die anderen Systeme bedienen mehr oder minder Nischen, und das nicht einmal schlecht. Wie will sich ein Neuling auf diesem nahezu gesättigten Markt behaupten?

Coaster CMS geht den einzigen Erfolg versprechenden Weg und sucht sich seine eigene Nische. Coaster CMS basiert vollständig auf Laravel und verspricht damit eine sehr komfortable Handhabung.

Wir haben uns den Neuling einmal angeschaut und erste Eindrücke mit einer frischen Installation gesammelt.

Wozu braucht die Welt ein weiteres CMS?

Mit Bescheidenheit glänzen die Entwickler von Coaster CMS wahrlich nicht. Mit breiter Brust treten Sie auf der Homepage von Coaster CMS den direkten Vergleich gegen die Platzhirsche WordPress und Joomla an. Vollmundig wird das System als flexibler und leichter zu handhaben angepriesen und seine Entwicklerfreundlichkeit in den Vordergrund gerückt. Den Entwicklerehrgeiz in allen Ehren, aber wer würde sein Produkt nicht als das beste Produkt der Welt hinstellen. Höchste Zeit also für einen Praxistest.

Installation mit kleinen Tücken

Auf der sehr übersichtlich gestalteten Homepage (gute Referenz für die Fähigkeiten von Coaster CMS) sind die benötigten Dateien schnell gefunden und heruntergeladen. Die ausführliche und gut gegliederte Dokumentation verrät in englischer Sprache, dass zuerst PHP mit Composer und MySQL installiert werden müssen. Nichts Ungewöhnliches also an dieser Stelle.

Die Installation von Coaster CMS selbst ist dann mit wenigen Befehlen erledigt und die Einrichtung des Systems entspricht weitestgehend dem, was man als Benutzer erwartet.

Wir empfehlen dringend, das System mit Beispielseiten zu installieren. Dies erleichtert das Zurechtfinden in der frischen Installation erheblich. Ein wenig sonderbar ist die fehlende Rückmeldung über den Fortschritt des Installationsprozesses. Hier dürfen die Entwickler gern noch nachbessern.

Besonderheiten beim Erstellen vonseiten

Das Erstellen einer neuen Seite ist in Coaster CMS ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Schaltfläche im übersichtlich gestalteten Backend ist leicht zu finden. Es folgt ein Formular, in dem die wichtigsten Parameter für die Seite abgefragt werden. Hier sind Seitentitel, URL und andere administrative Einstellungen vorzunehmen. Anders als bei anderen Systemen kann in dieses Formular noch kein Text eingegeben werden. Zuerst muss die Seite abgespeichert werden, was in dem seltsamen Zustand endet, eine leere Seite ohne Text und Überschrift publiziert zu haben. Das fühlt sich seltsam an.

Ein echtes Plus gegenüber Wordpress ist die Möglichkeit, eine Seite nicht nur zu einem bestimmten Datum zu veröffentlichen, sondern auch gleich ein Depublikationsdatum festzulegen.

Beacon reagiert auf den Standort der Benutzer

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal bietet Coaster CMS mit Beacon (zu deutsch so viel wie "Leuchtfeuer"). Mit Beacon programmierte Seiten können den Standort eines Benutzers abfragen, um so zum Beispiel individuelle Seiten anzuzeigen. Die Möglichkeiten, die sich hier für Werbetreibende und Ladenbesitzer ergeben sind faszinierend. Spezielle, ortsgebundene Sonderangebote sind da wohl nur die Spitze eines Eisberges an Möglichkeiten.

Inkonsequente Laravelstruktur bereitet Probleme

Als passionierte Laravelbenutzer und -entwickler interessiert uns natürlich auch, wie Coaster CMS mit dem Framework zusammenspielt. Nach einer Inspektion der Ordnerstruktur fällt allerdings auf, dass diese nur scheinbar einer Standard-Laravel-Struktur entspricht. Alle Dateien, die für die eigene Entwicklung eine Rolle spielen könnten, sind in den Ordner /vendor verpackt. Dies ist aus Entwicklersicht extrem ärgerlich, weil individuelle Anpassungen damit unmöglich sind. Das Coaster-Handbuch schweigt sich hierzu auch aus.

Fazit

Coaster CMS hinterlässt einen etwas verwirrenden Eindruck. Das Standarddesign und das Backend machen einen extrem aufgeräumten Eindruck. Seiten und Artikel lassen sich schnell und einfach verwalten. Aus Entwicklersicht wirkt das System allerdings ein wenig unfertig. Die fehlende Möglichkeit, eigenen Code zu speichern, ist ein großer Hemmschuh, den die Entwickler schleunigst beseitigen sollten.

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